Medikamenten-Cocktail kann sehr schädlich sein

Gegen Kopfschmerzen Naproxen und Ibuprofen. Dazu noch eine rezeptfreie Salbe, die den Gelenkschmerzen entgegenwirkt. Obligatorisch eine Tablette am Tag gegen Leberentzündung oder Herzmuskelschwäche, verschreibungspflichtige Pillen gegen multiple Sklerose oder gegen Diabetes.

Medikamenten-Cocktail – eine Frage des Alters

 

Cocktail von MedikamentenJe nach dem Entwicklungsstadium der Krankheit soll ein Medikamenten-Cocktail einmal oder zweimal am Tag eingenommen werden. Bei vielen älteren Menschen bildet er eine gezielte, pharmakologische Ergänzung alltäglicher Ernährung, die mit Laufe der Zeit zur Routine wird. Routine, die sogar lebensbedrohlich sein kann. Damit der heilende Medikamenten-Cocktail wirkungsvoll wird, müssen alle möglichen Wechselwirkungen in Betracht gezogen werden. Sonst können die gemixten Arzneimittel dazu beitragen, dass der Patient bzw. Senior und der Arzt in eine Medikamenten-Spirale geraten, die durch die so genannte Verschreibungskaskade hervorgerufen wird. So führt die regelmäßige Einnahme einer Tablette infolge unerwünschter Nebenwirkungen zur unvermeidlichen Verordnung weiterer Tabletten. Im Endeffekt befindet sich ein Senior in der Zwangslage, die mit ständiger Vermehrung der Cocktailzutaten und der Krankheiten bzw. Beschwerden resultiert.

Vorsicht auf Mixen der Medikamente

Die Antwort auf die Frage, worin das Problem liegt, scheint kinderleicht zu sein: die Ärzte sind nicht entsprechend gut in Mehrfach-Medikation geschult und verschreiben mehrere Medikamente, ohne vorher gründlich die Krankheitsgeschichte durchzustudieren und mögliche Wechselwirkungen zu analysieren. Dabei muss man aber bedenken: jeder Stecken hat zwei Ecken. Dass ein Medikamenten-Mix schlecht gemixt wird, hängt nicht nur vom Arzt ab. Einen großen Beitrag dazu leistet auch der Patient selbst, der sich durch mehrere Ärzte behandeln lässt, sodass die Kontinuität der Arzneimitteltherapie nicht bewahrt wird. Älteren Menchen, die alltäglich 8 bis 10 Tabletten schlucken müssen, wird somit empfohlen, eine Liste mit allen eingenommenen Arzneistoffen vorzubereiten. Auf der Liste sollen sich die Namen der Präparaten und ihre Dosierung befnden. Das hilft dem Arzt die schwierigen Folgen einzuschätzen und die Behandlung zu optimieren.

Bildname:Pills, Bildautor: zemj, Bildquelle: sxc.hu

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